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Integrierte Versorgung: Das Zukunftsmodell für die chronisch notleidende Pharma-Branche

Wie wäre das? Ein auf Multiple Sklerose spezialisierter Pharmahersteller gründet ein Tochterunternehmen, das als Vertragspartner einer Krankenkasse für die Versorgung von MS-Erkrankten verantwortlich ist.
Gibt’s nicht, geht nicht, eine Halluzination? Für die etwa 13.000 schizophrenieerkrankten Versicherten der AOK-Niedersachsen ist das heute schon Realität. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es uns erwischt.
Ich bin ja mal gespannt, wie die CRAB-Dealer den Markt gewaltlos unter sich aufteilen wollen.

Arzt-IV: Regelsatzerhöhung eine Verhöhnung

BERLIN/M�NCHEN/STUTTGART Nur läppische 120 Millionen Euro mehr – damit steigt das durchschnittliche monatliche Einkommen im Jahr 2011 gerade mal um rund 600 auf etwa 14.200 Euro – nach Abzug aller Praxiskosten, jedoch vor Steuern und Sozialbeitr�gen.
Wer soll denn davon menschenwürdig leben, Herr Rösler?

Sozialonkologisch fataler Befund

Kostenerstattung ist das Prinzip der unsolidarischen und unsozialen privaten Krankenversicherung. Mit ihrer scheibchenweisen Einf�hrung in das Sachleistungsprinzip der solidarischen gesetzlichen Krankenversicherung wird diese ausgeh�hlt. Solidarische Sozialsysteme sind mit der reinen Lehre des Wirtschaftliberalismus nicht vereinbar. Diese Regierung hat das Solidarsystem der gesetzlichen Krankenkasse zum Abschuss freigegeben.

Das machen Doktor R�sler & Co. aus unserem Land: eine Art Pseudo-USA. Dieser Diagnose ist nichts mehr hinzuzuf�gen. Zeit, eine maximalinvasive Therapie einzuleiten. Skalpell, Bestrahlung und/oder Chemie?
[Bildnachweis: Einmal im Jahr kommt der Zahnarzt f�r lau. Remote Area Medical Clinic (RAM)]

Die Lügen des Herrn Doktor Rösler

Gesundheitsfürsorge wird teurer, weil das Volk altert und der Fortschritt viel kostet, behauptet Minister Rösler. Trotzdem ist der Anteil der Ausgaben der KVdR an den Gesamtausgaben der Kassen seit der letzten Umstellung der Statistik im Jahr 2002 nur von 47 auf 49 Prozent gestiegen. Seither haben sich aber die Gesamtausgaben um dramatische 20 Prozent erhöht und werden dieses Jahr um weitere zehn Prozent steigen. (WirtschaftsWoche) Wer immer dafür verantwortlich ist, die Demografie ist es nicht.

Die Klage ist des Kaufmanns Gru�

… und dementsprechend sollte die deutsche �rzteschaft in Zukunft auch behandelt werden. Wer n�mlich meint, seine zahlenden Patienten nach elf Prozent Honorarsteigerung noch mit Streiks bedrohen zu m�ssen, der sollte vielleicht erst mal Gewerbesteuern bezahlen.
By the way: Wie w�r�s denn, wenn die Arzthonorare an die allgemeine Lohnentwicklung gekoppelt w�rden? Leistung muss sich schlie�lich wieder lohnen, aber so richtig fett
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Absurdes Theater

Acht gesetzliche Krankenkassen verlangen Zusatzbeitr�ge. Buhrufe. Frau Merkel ist emp�rt und das nichtzust�ndige Kartellamt will streng pr�fen. Applaus. Acht Euro sind doch allzu offensichtlich nur der nackten Gier (tv-bekannt) geschuldet. Trotz Kanzlerinnenr�ge reibt sich da der Udo-J�rgens-Fan die ruhigen H�ndchen. Kein Handlungsbedarf, bei Beitragserhebung werden ihm nun neun Millionen Datens�tze angelegt, der Rest demn�chst. Infrastruktur und Kostendruck, die wachsen t�chtig weiter. Ergo Kopfpauschale. Das Publikum tobt. Vorhang. N�chster Akt.